Die Energiewende im Kreis braucht neuen Antrieb

Veröffentlicht am 22.03.2022 in Kreisverband

Im Rahmen einer Kreisvorstandssitzung sprachen wir mit Andreas Markowsky, Geschäftsführer der Ökostromgruppe Freiburg GmbH und Autor des Sachbuchs „Klimaschänder“, darüber wie die Umstellung auf erneuerbare Energien beschleunigt werden kann, um damit in der Energiewende endlich voranzukommen. Die Ökostromgruppe Freiburg betreibt aktuell 28 Windenergieanlagen, 6 Wasserkraftwerke und über 120 Solarstromanlagen. Markowsky war besonders auf dem Gebiet der Windkraft bereits vor über 25 Jahren Pionier und berichtete dem Kreisvorstand von seinen Erfahrungen rund um Windkraftprojekte.

Der Krieg in der Ukraine und die in Deutschland mittelbar spürbaren Effekte durch gestiegene Energiepreise, haben spätestens jetzt den meisten Bürgerinnen und Bürgern klar gemacht, dass die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern enden muss. Die Windkraft ist hierbei eine der wichtigsten Stützen für die Energiewende.

Konkret wurde darüber gesprochen, was auf Kreisebene in Breisgau-Hochschwarzwald gemacht werden kann, um vor Ort einen Beitrag zum Ausbau der Windenergie zu leisten. Der Kreis Breisgau-Hochschwarzwald hängt, trotz guter bis hervorragender Windvoraussetzungen in vielen Lagen, beim Ausbau der Windkraft gegenüber Nachbarlandkreisen zurück. Dies hängt neben Verzögerungen durch Rechtsstreitigkeiten, vor allem auch damit zusammen, dass sich  die  Kreisverwaltung als ausgesprochener Bremser bei der Genehmigung von Anlagen herausstellt. Auch viele Bürgermeister, Tourismusverbände und der Regionalverband traten in der Regel als Verhinderer auf. In ganz Baden-Württemberg wurden von August 2021 bis Januar 2022 gerade einmal drei neue Anlagen genehmigt. Das ist auch ein Armutszeugnis für die grüne Landesregierung. Zumal die Erzeugung von Strom durch Windkraft vor Ort wesentlich preiswerter ist, als der Transport von den Offshoreanlagen in den Süden der Republik.

Ein Sinneswechsel ist nun aber erkennbar und den kann der Regionalverband Südlicher Oberrhein unter Beweis stellen, denn die Landesregierung will jetzt endlich die Verfahren vereinfachen und nimmt dazu die Regionalverbände mit ins Boot.

Der SPD Kreisverband wird auch weiterhin Druck ausüben, und die derzeitigen Entwicklungen  verfolgen. Gleichzeitig  werden wir auf kommunaler Ebene darauf hinwirken, Vorurteile gegen die Windkraft abzubauen und die von den Windkraftgegnern seit Jahren geschürten Ängste bei Ausbauprojekten  durch sachliche Information abzubauen. Dazu Markowsky: "Windkraftgegner gibt es eigentlich nur dort, wo es keine Anlagen gibt. Die, die welche gebaut haben wollen eher noch mehr Windräder."

Patrick Röttele

 

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